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NEWS 1 / 5 Ein neues und benutzerfreundliches Webseiten-Design für die Domain stifnu-tiere.ch wurde heute, 29.12.2024 online geschaltet. Dezember 2024
NEWS 5 / 5 Die Stiftung übernimmt per 1.12.2025 14 Skudde Schafe aus privater Haltung. November 2025
NEWS 4 / 5 Das neue und benutzerfreundliche Webseiten-Design für die Domain stifnu.ch wurde am 26.11.2025 online geschaltet. November 2025
NEWS 3 / 5 Stiftungsbeiträge werden ab sofort nicht mehr auf Facebook und Instagram publiziert! (unsere Konten wurden mehrfach gehackt) Dezember 2024
NEWS 2 / 5 alle Seiten der Domain stifnu.ch werden vorraus- sichtlich gegen Ende des 4. Quartal 2025 auf das neue Webseiten-Design umgestellt. Dezember 2024
HAPPY  MUHDAY
Damit Mogli (den Namen bekam er von uns) die Reise möglichst sicher und stressfrei übersteht, wurde er in einer grossen Transportbox im Zugfahrzeug untergebracht, während seine Mutter die zweistündige Fahrt im grosszügigen Anhänger ruhig und problemlos meisterte.
Gegen 13 Uhr sind wir gut und ohne Zwischenfälle in der Pension Burgstock angekommen. Pensionsbetreiber Peter hatte für die beiden Neuankömmlinge bereits alles liebevoll vorbereitet. Nun heisst es erst einmal ankommen, in Ruhe alles erkunden und sich mit der neuen Umgebung vertraut machen. Für die ersten Tage und Wochen sorgen Sicherheitspaneelen dafür, dass sich die Tiere gefahrlos beschnuppern und erste Kontakte knüpfen können. Nach dem Ausladen und auch in den zwei Tagen danach fiel uns immer wieder auf, dass die Mama Klein-Mogli mit ihren Hörnern wegstiess. Auch sonst nahmen wir bei ihr nicht in dem Masse die mütterliche Fürsorge wahr, wie wir sie sonst von vielen Mutter-Kalb-Beziehungen kennen. Da sie mit drei Jahren noch sehr jung und Mogli ihr erstes Kalb ist, kann es gut sein, dass sie einfach noch etwas Zeit benötigt, um in ihrer Mutterrolle hineinzuwachsen.
Am darauffolgenden Tag untersuchte unsere Tierärztin die beiden genauer und stellte bei Mogli eine Nabelentzündung und erhöhte Temperatur fest. Mogli bekam ein Antibothikum gegen die Entzündung und zusätzlich erhielt er Selen sowie Vitamin A- und B-Komplexe, um sein Immunsystem zu stärken. Es wurde zudem festgestellt, dass Mogli für sein Alter von inzwischen 11 Tagen sehr leicht ist. Da das Euter der Mutter klein und unauffällig ist, besteht der Verdacht, dass er bislang nicht ausreichend Muttermilch aufnehmen konnte. Aus diesem Grund wurde entschieden, Mogli unterstützend mit Kälbermilchersatz zu füttern und seinen Durchfall mit Elektrolyten zu behandeln, um ihn bestmöglich zu stärken und zu unterstützen. Doch Mogli schien es zunehmend schlechter zu gehen. Immer öfter verweilte er nur noch liegend im Stroh, anstatt– wie noch an den beiden Tagen zuvor ein wenig umherzulaufen. In der Nacht auf Sonntag schaute Peter, wie schon in den Nächten davor, regelmässig nach Mogli. Er lag jeweils ruhig und friedlich unter der Wärmelampe, und Peter gab ihm die Paste mit den Elektrolyten. Am frühen Sonntagmorgen, als Peter erneut nach ihm sah, fand er Mogli regungslos auf seinem Strohbettchen liegend vor. Mogli muss friedlich und für immer Eingeschlafen sein, denn nichts deutete auf etwas anderes hin. Für uns war es ein grosser Schock und ein Stich mitten ins Herz. Wir sind unendlich traurig und untröstlich, dass wir Mogli in dieser schweren Zeit für ihn, nicht helfen konnten. Natürlich stellten wir uns die Frage, wie es dazu kommen konnte. Es kamen Zweifel auf, und wir fragten uns, ob wir die richtigen Entscheidungen getroffen hatten und ob wir etwas anders hätten machen müssen. Auch die Überlegung, ob die Rettungsaktion von Anfang an zum Scheitern verurteilt war, belastete uns sehr insbesondere, weil der tatsächliche Gesundheitszustand von Mogli neben seiner Erblindung möglicherweise nicht in vollem Umfang erkannt worden war. Diese Gedanken waren in diesem Moment schwer zu ertragen. Rückblickend und mit dem nötigen Abstand zu diesem unendlich traurigen Ereignis sind wir jedoch überzeugt, dass wir für Mogli medizinisch wie auch menschlich alles in unserer Macht Stehende getan haben, was unter diesen schwierigen Umständen möglich war. Moglis kleiner, geschwächter Körper und vor allem sein äusserst fragiles und anfälliges Immunsystem waren am Ende leider nicht stark genug, um diesen Kampf ums Leben zu gewinnen. «Weisst du jemanden, der ein blindes, 2 tägiges schottisches Hochlandrind (Ochse) bei sich aufnehmen kann und es von Hand aufziehen würde? Ich müsste ihn leider einschläfern lassen, möchte aber zuerst versuchen, einen Platz für ihn zu finden.» So ehrenwert und ehrlich dieser Post auch war, der uns dazu veranlasste, Mogli bei uns ein behützetes Leben zu ermöglichen zeigt er aber doch auch die ungeschönte Realität in der Nutztierhaltung auf. Letztlich sind diese bedauernswerten Geschöpfe für diesen Industriezweig nur unwirtschaftlicher Ballast, welcher keinen Ertrag für den Betrieb bringt. Man kann nur erahnen, wie viele Kälber jährlich in der Schweiz mit Missbildungen und Handicaps geboren und in der Anonymität namenlos und schweigend entsorgt werden. Am darauffolgenden Tag liessen wir Moglis sterbliche Überreste einäschern. Zu seinem Gedenken werden wir auf einer der Weiden einen Lebensbaum pflanzen an dem Ort, an dem er einst hätte umherspringen können. Seine Asche werden wir unter den Wurzeln des Baumes beisetzen. Aus Moglis traurigem Schicksal ist dennoch etwas Gutes entstanden: Es hat uns ermöglicht, auch seine Mama Maple freizukaufen. Von ganzem Herzen danken wir allen Menschen, die uns mit ihren wertvollen Spenden und ihrer liebevollen Anteilnahme auf diesem Weg begleitet haben. Mit eurer Unterstützung wurde der Freikauf von Moglis Mama möglich dafür sind wir unendlich dankbar. Maple darf nun bis zu ihrem natürlichen Lebensende bei uns ein behütetes, sicheres und artgerechtes Leben in einer ausgeglichenen und stressfreien Herde führen. Ein besonderer Dank gilt Sandra Fritsche vom Verein tierglueck-ch.com sowie der früheren Besitzerin von Mogli und seiner Mama. Erst durch ihr Mitwirken wurde es überhaupt möglich, dass wir von dem Schicksal dieser beiden wundervollen Seelen erfahren durften.
MOGLI

Übernommen: 26.03.2026

Eintritt Tierspital ZH:

geb. 16.03.2026

Art: Hochlandrind

Gestorben: 29.03.2026

Zuhause: in unseren Herzen

Nachruf:
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Damit Mogli (den Namen bekam er von uns) die Reise möglichst sicher und stressfrei übersteht, wurde er in einer grossen Transportbox im Zugfahrzeug untergebracht, während seine Mutter die zweistündige Fahrt im grosszügigen Anhänger ruhig und problemlos meisterte.
Gegen 13 Uhr sind wir gut und ohne Zwischenfälle in der Pension Burgstock angekommen. Pensionsbetreiber Peter hatte für die beiden Neuankömmlinge bereits alles liebevoll vorbereitet. Nun heisst es erst einmal ankommen, in Ruhe alles erkunden und sich mit der neuen Umgebung vertraut machen. Für die ersten Tage und Wochen sorgen Sicherheitspaneelen dafür, dass sich die Tiere gefahrlos beschnuppern und erste Kontakte knüpfen können. Nach dem Ausladen und auch in den zwei Tagen danach fiel uns immer wieder auf, dass die Mama Klein-Mogli mit ihren Hörnern wegstiess. Auch sonst nahmen wir bei ihr nicht in dem Masse die mütterliche Fürsorge wahr, wie wir sie sonst von vielen Mutter-Kalb- Beziehungen kennen. Da sie mit drei Jahren noch sehr jung und Mogli ihr erstes Kalb ist, kann es gut sein, dass sie einfach noch etwas Zeit benötigt, um in ihrer Mutterrolle hineinzuwachsen.
Am darauffolgenden Tag untersuchte unsere Tierärztin die beiden genauer und stellte bei Mogli eine Nabelentzündung und erhöhte Temperatur fest. Mogli bekam ein Antibothikum gegen die Entzündung und zusätzlich erhielt er Selen sowie Vitamin A- und B-Komplexe, um sein Immunsystem zu stärken. Es wurde zudem festgestellt, dass Mogli für sein Alter von inzwischen 11 Tagen sehr leicht ist. Da das Euter der Mutter klein und unauffällig ist, besteht der Verdacht, dass er bislang nicht ausreichend Muttermilch aufnehmen konnte. Aus diesem Grund wurde entschieden, Mogli unterstützend mit Kälbermilchersatz zu füttern und seinen Durchfall mit Elektrolyten zu behandeln, um ihn bestmöglich zu stärken und zu unterstützen. Doch Mogli schien es zunehmend schlechter zu gehen. Immer öfter verweilte er nur noch liegend im Stroh, anstatt– wie noch an den beiden Tagen zuvor – ein wenig umherzulaufen. In der Nacht auf Sonntag schaute Peter, wie schon in den Nächten davor, regelmässig nach Mogli. Er lag jeweils ruhig und friedlich unter der Wärmelampe, und Peter gab ihm die Paste mit den Elektrolyten. Am frühen Sonntagmorgen, als Peter erneut nach ihm sah, fand er Mogli regungslos auf seinem Strohbettchen liegend vor. Mogli muss friedlich und für immer Eingeschlafen sein, denn nichts deutete auf etwas anderes hin. Für uns war es ein grosser Schock und ein Stich mitten ins Herz. Wir sind unendlich traurig und untröstlich, dass wir Mogli nicht helfen konnten. Natürlich stellten wir uns die Frage, wie es dazu kommen konnte. Es kamen Zweifel auf, und wir fragten uns, ob wir die richtigen Entscheidungen getroffen hatten und ob wir etwas anders hätten machen müssen. Auch die Überlegung, ob die Rettungsaktion von Anfang an zum Scheitern verurteilt war, belastete uns sehr – insbesondere, weil der tatsächliche Gesundheitszustand von Mogli neben seiner Erblindung möglicherweise nicht in vollem Umfang erkannt worden war. Diese Gedanken waren in diesem Moment schwer zu ertragen. Rückblickend und mit dem nötigen Abstand zu diesem unendlich traurigen Ereignis sind wir jedoch überzeugt, dass wir für Mogli medizinisch wie auch menschlich alles in unserer Macht Stehende getan haben, was unter diesen schwierigen Umständen möglich war. Moglis kleiner, geschwächter Körper und vor allem sein äusserst fragiles und anfälliges Immunsystem waren am Ende leider nicht stark genug, um diesen Kampf ums Leben zu gewinnen. «Weisst du jemanden, der ein blindes, 2 tägiges schottisches Hochlandrind (Ochse) bei sich aufnehmen kann und es von Hand aufziehen würde? Ich müsste ihn leider einschläfern lassen, möchte aber zuerst versuchen, einen Platz für ihn zu finden.» So ehrenwert und ehrlich dieser Post auch war, der uns dazu veranlasste, Mogli bei uns ein behütetes Leben zu ermöglichen, zeigt er aber doch auch die ungeschönte Realität in der Nutztierhaltung auf. Letztlich sind diese bedauernswerten Geschöpfe für diesen Industriezweig nur unwirtschaftlicher Ballast, welcher keinen Ertrag für den Betrieb bringt. Man kann nur erahnen, wie viele Kälber jährlich in der Schweiz mit Missbildungen und Handicaps geboren und in der Anonymität namenlos und schweigend entsorgt werden. Am darauffolgenden Tag liessen wir Moglis sterbliche Überreste einäschern. Zu seinem Gedenken werden wir auf einer der Weiden einen Lebensbaum pflanzen – an dem Ort, an dem er einst hätte umherspringen können. Seine Asche werden wir unter den Wurzeln des Baumes beisetzen. Aus Moglis traurigem Schicksal ist dennoch etwas Gutes entstanden: Es hat uns ermöglicht, auch seine Mama Maple freizukaufen. Von ganzem Herzen danken wir allen Menschen, die uns mit ihren wertvollen Spenden und ihrer liebevollen Anteilnahme auf diesem Weg begleitet haben. Mit eurer Unterstützung wurde der Freikauf von Moglis Mama möglich – dafür sind wir unendlich dankbar. Maple darf nun bis zu ihrem natürlichen Lebensende bei uns ein behütetes, sicheres und artgerechtes Leben in einer ausgeglichenen und stressfreien Herde führen. Ein besonderer Dank gilt Sandra Fritsche vom Verein tierglueck-ch.com sowie der früheren Besitzerin von Mogli und seiner Mama. Erst durch ihr Mitwirken wurde es überhaupt möglich, dass wir von dem Schicksal dieser beiden wundervollen Seelen erfahren durften.

Kalb von: MAPLE

Stiftung für Nutztiere

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