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Besuch von Christof & Animal Pride - Mai 2019 zusammen mit Kälbchen Pride - Juli 2019 eine glückliche kleine Familie - Oktober 2019 Mai 2019
NEWS 1 / 5 Ein neues und benutzerfreundliches Webseiten-Design für die Domain stifnu-tiere.ch wurde heute, 29.12.2024 online geschaltet. Dezember 2024
NEWS 5 / 5 Die Stiftung übernimmt per 1.12.2025 14 Skudde Schafe aus privater Haltung. November 2025
NEWS 4 / 5 Das neue und benutzerfreundliche Webseiten-Design für die Domain stifnu.ch wurde am 26.11.2025 online geschaltet. November 2025
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HAPPY  MUHDAY
Mai 2019 DAISY

Freigekauft: 31.01.2019

Eintritt Tierspital ZH:

geb. 16.05.2005

Art: Holstein

Mama von:

Gestorben: 23.11.2019

Zuhause: in unseren Herzen

01.02.2019 - 17.02.2019

09.07.2019 - 31.07.2019

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Nachruf
Daisy – ein Leben im Schatten der Nutztierindustrie 16. Mai 2005 23. November 2019 Vierzehn Jahre lang war die Lebensgeschichte von Daisy eine Chronik von schmerzvollster, ökonomischer Ausbeutung. Als sogenannte Hochleistungs-Milchkuh wurde ihr Körper im Laufe von zwölf Jahren systematisch an seine absoluten Belastungsgrenzen getrieben. Weit über 100'000 Liter Milch wurden aus ihr herausgemolken – eine astronomische Menge, die von Natur aus der Ernährung ihrer eigenen Kinder zugedacht war, jedoch für die Konsumbedürfnisse einer oft empathielosen Gesellschaft zweckentfremdet wurde. Elfmal wurde Daisy in dieser Zeit Mutter. Elfmal erlebte sie das unbarmherzige Prozedere der Nutztierhaltung: Kurz nach der Geburt wurden ihr die Kälber entrissen. Auf ihre tiefen, biologischen Mutterinstinkte wurde keinerlei Rücksicht genommen; Jahr für Jahr wurde das Maximum an Leistung aus ihr herausgepresst, während ihr physischer und seelischer Zustand zusehends verfiel. Für ihre hilflosen Kinder bedeutete die Trennung – je nach Geschlecht – den direkten Weg in die Rinderaufzucht oder die grausame Realität der Tiermast. Ihr geschundener, ausgemergelter Körper zeugte stumm von den schweren Verletzungen und Entbehrungen dieser dunklen Jahre. Die Rettung und das späte Wunder Als Daisy bereits im vierten Monat mit ihrem zwölften Kalb trächtig war, wendete sich ihr Schicksal durch eine unerwartete Geste: Der damalige Landwirt überliess die völlig erschöpfte Kuh kostenlos der Stiftung für Nutztiere. Eine erste umfassende Untersuchung im Tierspital Zürich legte das ganze Ausmass der körperlichen Zerstörung offen: Daisy litt unter einer schweren, hochgradig schmerzhaften Kniegelenkarthrose inklusive einer serofibrinöser Entzündung auf der linken Seite. Um ihr überhaupt ein schmerzfreies Gehen zu ermöglichen, war eine risikoreiche Operation unter Vollnarkose die einzige Alternative. Das Team setzte alles Menschenmögliche in Bewegung, um Daisy gesundheitlich zu stabilisieren und ihr die Chance zu geben, wenigstens ein einziges Mal wirklich Mutter sein zu dürfen. Am 26. Juni 2019 schlug das Herz der Geschichte um: Daisy brachte ein gesundes kleines Mädchen zur Welt, das den Namen Pride erhielt. Nach vierzehn Jahren seelischer und körperlicher Grausamkeiten durfte Daisy ihr Kind behalten. Es war ein tief berührender, herzerwärmender Moment für alle Beteiligten, diese stolze Kuh dabei zu beobachten, wie sie instinktiv und voller Stolz die mütterliche Fürsorge übernahm. Sie säugte ihr Kälbchen, liebkoste es und rief besorgt nach ihm, sobald es sich auch nur ein paar Schritte zu weit von ihr entfernte. Für ein paar kostbare Monate bildeten Daisy und Pride eine kleine, unzertrennliche und zutiefst glückliche Familie. «Zum ersten Mal in ihrem traurigen Leben durfte Daisy die Liebe, die sie in sich trug, bedingungslos an ihr eigenes Kind weitergeben. Ein spätes, kurzes Glück nach einem Leben voller Raubbau.» Der verhängnisvolle Morgen Dieses mühsam erkämpfte und behütete Glück fand im darauffolgenden Winter ein jähes, tragisches Ende. Am Samstagmorgen des 23. November 2019, um sieben Uhr früh, erschütterte ein dringender Anruf des Pensionshofes die Stille. Daisy war im Laufbereich des Winterquartiers gestürzt und lag schwer verletzt am Boden. Ihr ohnehin stark durch die Arthrose geschädigtes rechtes Hinterbein war unnatürlich nach hinten gestreckt. Der sofort herbeigerufene Tierarzt stellte bei der Untersuchung fest, dass die gesamte rechte hintere Seite gänzlich gefühllos und taub war. Jeder Versuch der tapferen Daisy, aus eigener Kraft aufzustehen, schlug fehl. Der schwere Sturz hatte sowohl die Gelenke als auch Muskeln, Sehnen und Nervenstränge irreversibel beschädigt. Während man ihr das Liegen mit Einstreu und Schmerzmitteln so erträglich wie möglich machte, wich das erst fünf Monate junge Kälbchen Pride nicht eine Sekunde von der Seite seiner sterbenden Mutter. Ein Abschied im Zeichen der Würde Da die medizinische Prognose gänzlich hoffnungslos war, musste um ca. 7.30 Uhr schweren Herzens die schwerste aller Entscheidungen getroffen werden. Um Daisy vor weiteren unerträglichen Schmerzen zu bewahren, wurde sie vom Tierarzt von ihren schweren Verletzungen erlöst. Daisys stolze, gutmütige und zutiefst eigenständige Erscheinung hinterlässt eine schmerzhafte Lücke. Sie war und bleibt ein Mahnmal und zugleich ein Spiegelbild unserer moralischen und ethischen Überzeugung, dass jedes Lebewesen ein unantastbares Recht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit besitzt. Pride wird ihr Geist und ihr Vermächtnis weiterleben. Sie erinnert uns täglich daran, warum wir mit aller Konsequenz für eine Welt ohne Tierleid kämpfen müssen. In dankbarer Erinnerung Die Stiftung für Nutztiere dankt dem Verein Animal Pride von ganzem Herzen für die grossherzige, wertvolle und treue Unterstützung, die sie Daisy zu Lebzeiten hat zukommen lassen.
- Ruhe in Frieden, allerliebste Daisy - Dein Kampf ist vorbei, dein Licht bleibt.
Stiftung für Nutztiere

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