IBAN CH34 0839 0035 6594 1010 9 Einzahlungsschein mit QR-Code
Stiftung für Nutztiere Hauptseestrasse 115 6315 Morgarten / ZG
NEWS 1 / 5 Ein neues und benutzerfreundliches Webseiten-Design für die Domain stifnu-tiere.ch wurde heute, 29.12.2024 online geschaltet. Dezember 2024
NEWS 5 / 5 Die Stiftung übernimmt per 1.12.2025 14 Skudde Schafe aus privater Haltung. November 2025
NEWS 4 / 5 Das neue und benutzerfreundliche Webseiten-Design für die Domain stifnu.ch wurde am 26.11.2025 online geschaltet. November 2025
NEWS 3 / 5 Stiftungsbeiträge werden ab sofort nicht mehr auf Facebook und Instagram publiziert! (unsere Konten wurden mehrfach gehackt) Dezember 2024
NEWS 2 / 5 alle Seiten der Domain stifnu.ch werden vorraus- sichtlich gegen Ende des 4. Quartal 2025 auf das neue Webseiten-Design umgestellt. Dezember 2024
HAPPY  MUHDAY
© 2026 by stifnu.ch | alle Rechte vorbehalten
ADRESSE
Stiftung für Nutztiere Hauptseestrasse 115 6315 Morgarten / ZG
KONTAKT
IBAN CH34 0839 0035 6594 1010 9
CERISETTE

Freigekauft: 17.02.2021

Eintritt Tierspital ZH:

geb. 17.08.2004

Art: Red Holstein

Mama von:

16.01.2022 - 18.01.2022

Gestorben: 18.01.2022

Zuhause: in unseren Herzen

Cerisette – Endlich frei, um ein einziges Mal die Wärme ihres Kälbchens zu spüren. 17. November 2007 – 18. Januar 2022 Ein Leben im ewigen Kreislauf Cerisette wurde am 17. November 2007 in Provence im Kanton Waadt geboren. Ihre Jugend und die ersten Jahre als Kuh verbrachte sie während der Frühlings- und Sommermonate jeweils auf der Alp und während der Winterzeit in einer Anbindehaltung im Stall. Im Herbst 2011 wurde sie an einen weiteren Betrieb mit Anbindehaltung in Appenzell Ausserrhoden verkauft, wo sie ebenfalls regelmässig sömmern durfte, bevor sie im August 2013 nach St. Gallen auf den damaligen Milchbetrieb Bänziger kam. Hinter diesen Stationen verbirgt sich jedoch die harte Realität der Nutztierhaltung: Zehn Kälber brachte Cerisette im Laufe der Jahre auf die Welt – und jedes einzelne Mal wurde ihr das Neugeborene weggenommen. Als wir den Betrieb Bänziger im Jahr 2021 gemeinsam mit dem Landwirt in eine Kuh- und Ochsenpension umstrukturierten, war Cerisette bereits 14 Jahre alt. Aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters hätte sie unter normalen Umständen kaum mehr eine Chance auf ein Weiterleben gehabt. Ihr Weg hätte unweigerlich im Schlachthof geendet. Doch mit der Übernahme von Cerisette und vier weiteren Kühen durch unsere Stiftung wendete sich das Blatt. Cerisette war hochtragend, und dieses Mal gab es ein Versprechen: Dieses elfte Kalb sollte für immer bei ihr bleiben dürfen. Das kurze, grosse Glück als Mama Am 13. Februar 2021 war es so weit: Cerisette brachte ein gesundes, quirliges Kuhkälbchen zur Welt – die kleine Cloé. Die Gewissheit, dass Cerisette nun endlich mit ihrem Wonneproppen als kleine Familie in eine unbeschwerte und behütete Zukunft gehen durfte, erfüllte uns mit grosser Freude. Cerisette blühte in ihrer neuen Rolle förmlich auf. Sie war nicht nur ein überaus freundliches, zutrauliches und menschen- bezogenes Wesen, das jede Streicheleinheit und jeden geschenkten Apfel sichtlich genoss – sie war vor allem eine Vorzeigemama. Sie nahm ihre Verantwortung in jeder Hinsicht wahr, beschützte die kleine Cloé, wo es nötig war, und schenkte ihr genau die richtige Balance aus mütterlicher Geborgenheit und freiem Raum für ihre Entwicklung. Zu sehen, mit wie viel Wärme und Fürsorge sie ihr Kalb umsorgte, war ein tief berührendes Erlebnis. Ein tragischer Unfall reisst die Familie auseinander Das Familienglück schien perfekt, doch es sollte nur knapp ein Jahr dauern. In der Nacht auf Samstag, den 15. Januar 2022, verletzte sich Cerisette im Stall – vermutlich durch einen unglücklichen Hornstoss eines anderen Tieres. Was anfangs wie eine herkömmliche Blessur aussah und tagsüber tierärztlich behandelt wurde, stellte sich am darauffolgenden Sonntag als akuter Notfall heraus. Cerisette musste umgehend ins Tierspital Zürich überführt werden. Die Ultraschalluntersuchung brachte die schreckliche Gewissheit: Ein erheblicher Riss in der Bauchfelldecke hatte dazu geführt, dass innere Organe aus dem Bauchraum gedrückt und in ihrer Funktion schwer beeinträchtigt wurden. In einer über dreistündigen Notoperation kämpften die Chirurgen um Cerisettes Leben. Nach dem Eingriff wurde sie in einer Spezialbox rund um die Uhr überwacht, über einen Venenzugang medizinisch versorgt und mit einem Tragegurt regelmässig aufgerichtet, um die Organe zu entlasten. Doch der Kampf war vergebens. Eine schwere Sepsis (Blutvergiftung) verschlechterte ihren Zustand in der Nacht auf Dienstag, den 18. Januar 2022, so drastisch, dass die Tierärzte die schwere Entscheidung treffen mussten, Cerisette gehen zu lassen. Wir alle sind unendlich traurig über diesen plötzlichen Verlust. Wir hätten Cerisette so sehr noch viele lange, unbeschwerte Jahre auf den grünen Weiden gegönnt. Zurück blieb ihr damals einjähriges Kälbchen Cloé, das seine Mama lautstark vermisste. Uns blieb in dieser schweren Zeit der Trost, dass Cloé in der gleichaltrigen Rumer eine treue Weggefährtin hatte und auch von Mama Regina die nötige Nähe und Wärme bekam, um dieses schwere Verlusttrauma zu verarbeiten. Markus Bosshard – StifNu
Nachruf
Stiftung für Nutztiere

Stiftung für Nutztiere