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HAPPY  MUHDAY
– Ruhe in Frieden, liebste Amali – Bei Mama Aiyana fandest du Geborgenheit und Licht, dieses Band der Liebe reisst auch im Abschied nicht. Nun läufst du voraus über die ewigen Wiesen, ganz frei, und bleibst in unseren Herzen doch stets dabei. Lauf im Licht, geliebte Amali.
AMALI

Freigeboren: Villa Kuhnterbunt

Eintritt Tierspital ZH:

geb. 23.06.2015

Art: Jersey

Tochter von:

28.12.2018 - 01.02.2019

Gestorben: 11.03.2019

Zuhause: in unseren Herzen

Nachruf
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Ein kurzes Leben voller Liebe und Hoffnung 23. Juni 2015 – 11. März 2019 Amali – ihr Name bedeutet «Hoffnung». Und genau das war sie: ein strahlendes Licht der Hoffnung, das am 23. Juni 2015 das Licht der Welt erblickte. Frei geboren, unzertrennlich verbunden mit ihrer Mutter Aiyana, durfte sie ein Leben kennenlernen, das Millionen von Nutztieren verwehrt bleibt. Nicht einmal vier Jahre waren ihr auf dieser Erde vergönnt. Doch in dieser kurzen Zeit erfuhr Amali das Schönste, was ein Lebewesen erfahren kann: die bedingungslose Liebe ihrer Mama und die schützende Fürsorge von Menschen, die sie um ihrer selbst willen liebten. Ein schwerer Start ins Leben Amalis Weg begann unter einem dramatischen Stern. Nur eine Woche vor ihrer Geburt hatten wir ihre Mutter Aiyana hochträchtig aus einem dunklen Anbindestall freigekauft. Als Amali auf dem Lebenshof der Villa-Kuhnterbunt im Basel-Land geboren wurde, blieb das Ereignis im Stall zunächst unbemerkt. Und so ahnte niemand, dass Amali eigentlich ein Zwillingskind war – ihr Geschwisterchen kam tot zur Welt. Die Diagnose des Tierarztes war erschütternd: Der Zwilling war bereits Monate zuvor im Mutterleib abgestorben. Das bedeutete, dass die kleine Amali und ihre Mama über Monate hinweg einer schleichenden, lebensgefährlichen bakteriellen Vergiftung ausgesetzt waren. In den ersten Tagen nach der Geburt standen Mutter und Kind dem Tod näher als dem Leben. Es war ein unerbittlicher Kampf der Intensivmedizin, der die beiden schliesslich rettete. Doch die Natur hielt die nächsten Hürden bereit. Aiyanas Körperbau als Jersey-Kuh war zierlich und klein, und ihr Euter war vergleichsweise riesig und prall, sodass es fast den Boden berührte. Die geschwächte Amali schaffte es nicht, aus eigener Kraft an den tiefen Zitzen zu saugen. Da bei Kälbern in den ersten Tagen der lebenswichtige Haubenrinnenreflex (Schlundrinnenreflex) nur durch eine ganz bestimmte, nach oben gestreckte Kopfhaltung beim Saugen ausgelöst wird, bestand akute Gefahr für schwere Stoffwechsel-störungen: Läuft die Milch unkontrolliert in den noch unentwickelten Pansen statt in den Labmagen, kommt es dort zu einer schmerzhaften Übersäuerung und Fehlgärung. Dies schädigt den Organismus des ohnehin geschwächten Kalbes massiv und kann im schlimmsten Fall tödlich enden. Mit unendlicher Geduld und Hingabe molk der Betreuer Aiyana von Hand und brachte Amali bei, wie sie trotz der schweren Bedingungen mit dem Nuckelschoppen trinken konnte, um die lebenswichtige Kolostralmilch aufzunehmen. Aiyana schenkte ihrem Kind dabei eine sanftmütige, unerschütterliche Ruhe. Und das Wunder geschah: Amali verstand, lernte und konnte bald selbstständig bei ihrer Mama trinken. Tage des Glücks und der unbeschwerten Freiheit Nachdem beide vollständig genesen waren, durfte Amali endlich das sein, was sie von Geburt an gewesen war: ein freies und unbekümmertes Kälbchen. Sie entwickelte sich zu einem aufgeweckten, lebenslustigen kleinen Wirbelwind. Es war ein unbeschreibliches Glück mitanzusehen, wie sie unter den stets wachsamen, liebevollen Augen von Mama Aiyana über die weitläufigen Weiden der Villa-Kuhnterbunt sprang und inmitten anderer Kälbchen zu einer bildschönen, gutmütigen und sanften Jungkuh heranwuchs. Wo Amali war, war Aiyana. Die beiden bildeten eine unzertrennliche, kleine Familie. Dieses tiefe Band gab Amali den Halt, den sie brauchte, als die Herde im Jahr 2018 durch unvorhersehbare Hofwechsel eine unruhige Zeit durchmachte. Egal wie turbulent es draussen war – an Mamas Seite war Amalis Welt sicher. Die schmerzhafte Diagnose und der letzte Weg Ende Dezember 2018 erreichte uns die Nachricht, dass es Mutter und Tochter auf ihrem damaligen Hof gesundheitlich schlecht ging. Beide litten unter hohem Fieber. Wir brachten sie sofort ins Tierspital Zürich. Während Aiyana wegen eines schweren Klauenabszesses behandelt wurde, traf uns die Diagnose für Amali wie ein Fallbeil: eine fortgeschrittene, unheilbare Fettgewebsnekrose am Netzmagen und an lebenswichtigen inneren Organen. Die Ärzte gaben ihr keine Überlebenschance. Nachdem sie medikamentös stabilisiert worden war und Mama Aiyana wieder gut laufen konnte, holten wir beide am 1. Februar 2019 zu uns auf den Pensionshof nach St. Gallen. Wir wollten Amali, für die Zeit die ihr noch bleibt, eine für sie gewohnte und friedvolle Umgebung zusammen mit Aiyana schenken. Obwohl die Krankheit an ihrem Körper sichtlich zehrte und sie trotz gutem Appetit unaufhaltsam an Gewicht verlor, zeigte sie uns jeden Tag ihren unbändigen Lebenswillen. Sie nahm aktiv am Stallleben teil, suchte die Nähe ihrer Mama und die Ärzte versicherten uns, dass sie keine Schmerzen litt. Sie gab uns selbst die Antwort darauf, wie lange sie dieses Leben noch leben wollte. Am Morgen des 11. März 2019 kam schliesslich der Moment, an dem wir unsere schwerste Verantwortung als Tierretter wahrnehmen mussten. Es war ein kühler Montagmorgen. Wir hatten uns so sehr gewünscht, ihr noch einmal die wärmende Frühlingssonne auf einer der grünen Wiesen zu schenken, doch Amalis Kräfte waren am Ende. Auf frischem, weichem Stroh gebettet und im Beisein ihrer geliebten Mama Aiyana durfte Amali durch unseren Vertrauens- tierarzt friedlich und ohne Stress für immer einschlafen. Für Aiyana brach in diesem Moment, als Amali ihre Augen für immer schloss, eine Welt zusammen – ein Schmerz, den die treue Mutter bis heute in ihrer Seele trägt. Was bleibt, ist die Hoffnung Wir haben diesem kleinen Kälbchen einst den Namen Amali gegeben, weil sie für uns die Hoffnung verkörperte. Auch wenn ihr Leben viel zu kurz war, bleibt diese Hoffnung bestehen: die Hoffnung darauf, dass eines Tages alle Lebewesen, ganz gleich in welcher Hülle sie uns begegnen, ein so würdevolles, geliebtes und friedvolles Leben führen dürfen, wie Amali es an der Seite ihrer Mama erleben durfte. Markus Bosshard – StifNu
28. März 2016
– Ruhe in Frieden, liebste Amali – Bei Mama Aiyana fandest du Geborgenheit und Licht, dieses Band der Liebe reisst auch im Abschied nicht. Nun läufst du voraus über die ewigen Wiesen, ganz frei, und bleibst in unseren Herzen doch stets dabei. Lauf im Licht, geliebte Amali.
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