Stiftung für Nutztiere Hauptseestrasse 1156315 Morgarten / ZG
Biografie:
Tierspital Zürich:
26.11.2018 - 04.01.2019
Brunos Geschichte: Ein unbändiger Lebenswille gegen die GrausamkeitAlswirdiesemgeradeeinmalvierWochenaltenStierkälbchendasersteMalbegegneten,botsichunseinBilddesJammers. IsoliertineinerKälberbox,warderZustanddeskleinenWesensherzzerreissend:Erkonntekaumstehen,seineVorderläufe warendurchextremverkürzteSehnenmassivweggeknicktundseingesamtergesundheitlicherZustandwarkritisch. Glücklicherweisegelangesuns,dendamaligenBesitzerzuüberzeugen,unsdasKälbchenzuüberlassen.Ohnezuzögern, brachten wir ihn am darauffolgenden Tag, dem 26. November 2018, in das Tierspital Zürich.Das ganze Ausmass des LeidsErstimTierspitalwurdedasganze,schmerzhafteAusmassseinerVernachlässigungundMisshandlungsichtbar.DieDiagnose der Tierärzte war niederschmetternd:•Schwere Verletzungen durch Laienhand: An beiden Vorderläufen hatte Bruno tiefe, offene und bereits starkentzündete Wunden im Bereich der Fesselgelenke. Sie wurden durch das unsachgemässe, laienhafteAnbringen von ungepolsterten, viel zu langen Führungsschienen verursacht – ein qualvoller undrücksichtsloser Versuch, seine angeborene Sehnenverkürzung ohne tierärztliche Hilfe zu „korrigieren“.•Lebensbedrohliche Entzündungen: Bruno litt an einem fortgeschrittenen Nabelabszess, der in dieBauchfelldecke durchzubrechen drohte.•Innere Organverlagerung: Sein Labmagen war für sein Alter viel zu gross und gefährlich verdreht. Zudem warsein geschwächter Körper von Magen-Darm-Parasiten befallen.DasseinemoffensichtlichschwerkrankenundverletztenTierkindjedeprofessionellemedizinischeHilfeverweigertwurde– vermutlich,umTierarztkostenzusparenunddeneigenenProfitnichtzuschmälern–,zeigtdieganzeEmpathielosigkeit einer rein profitorientierten Industrie. Für ein solches Verhalten gibt es keinerlei Entschuldigung.Ein Monat voller Kampfgeist und TherapieFürdenkleinenBrunobeganneinwochenlanger,medizinischerMarathon.IneineraufwendigenOperationam6.Dezember 2018wurdendieinfiziertenNabelstrukturenentferntunddieWundenmitAntibiotikaversorgt.Gleichzeitigmusstendie ChirurgenseinenLabmagenindierichtigePositionzurückbringenunddortfixieren,umseinLebenzuretten.Inderselben Operation musste Bruno auch gleich kastriert werden.DiedarauffolgendeTherapieseinergeschundenenBeinedauerteweitübereinenMonat.SeineBeugesehnenwurdenmit korrektgepolstertenSchienenverbändenundspeziellenHolzplättchenandenKlauenbehandelt.SeineoffenenWunden mussten täglich gereinigt, revidiert und später mittels Hydrotherapie gepflegt werden, bis sie vollständig abgeheilt waren.BrunohatalldieseSchmerzenundBehandlungenmiteinerunbeschreiblichenTapferkeitübersichergehenlassen.Letztlich hatseinLebenswillegesiegt:SchonwährendderSpitalzeitzeigteerseinenBegleiternbeidenTherapiespaziergängenvoller Stolz und Lebensfreude, dass er wieder schmerzfrei und aufrecht laufen und sogar springen konnte.Das süsse Leben als Apfel-LiebhaberNachdieserschwerenAnfangszeitundeinerdarauffolgenden,rundumunbeschwertenJugend istBrunoheutezueinemstattlichen,überausliebenswertenOchsenherangewachsen.Er geniesstjedeneinzelnenTaginvollenZügen.SeineschmerzhafteVergangenheitmerktman demstolzenSchweizerOchseheutenichtmehran–höchstens,wennesumseineabsolute Lieblingsbeschäftigunggeht:WennirgendwoÄpfelangebotenwerden,istBrunogarantiertund ohne Ausnahme der Erste am Zaun.BrunobringtunstäglichvielFreude.Wirsindglücklichunddankbar,dasswirdiesemtapferen Kämpfer ein Leben in Würde und Sicherheit schenken durften.UnsergrosserDankgiltdenMenschen,dieBrunodurchihrewertvollePatenschaft unterstützen.SietragennichtnureinenTeilseineLebenshaltungskosten,sondernermöglichen esunsererStiftungauch,weiterhinwachsamzuseinundanderebedauernswerteTiereausder Nutztierhaltung zu retten.
Ein herzliches DankeschönDieStiftungfürNutztieredanktallentierliebendenMenschen–auchimNamenvonBruno–vonganzemHerzen für ihre grossherzige und liebevolle Unterstützung.
Verdankung:
Marc Weishaupt
- Teilpatenschaft
Jitka Pelikan
- Teilpatenschaft
Um
Brunos
Lebensabend
und
die
Betreuung
seiner
Herdengefährten
dauerhaft
zu
sichern,
freuen
wir
uns
über
jede
weitere
Teilpatenschaft.
Mit
Ihrem
monatlichen
Beitrag
schenken
Sie
nicht
nur
Bruno
ein
sicheres
Zuhause,
sondern
helfen
uns
auch
aktiv
dabei,
weitere
Tiere
aus
der
Nutztierhaltung
freizukaufen und ihnen ein Leben in Würde zu ermöglichen.
Für Ihre wertvolle Hilfe und Verbundenheit danken wir Ihnen herzlichst – auch im Namen
aller Tiere, die durch Sie bereits in Sicherheit sind.
NEWS 1 / 5Ein neues und benutzerfreundliches Webseiten-Design für die Domain stifnu-tiere.chwurde heute, 29.12.2024 online geschaltet.Dezember 2024
NEWS 5 / 5Die Stiftung übernimmt per 1.12.2025 14 Skudde Schafe aus privater Haltung.November 2025
NEWS 4 / 5Das neue und benutzerfreundliche Webseiten-Design für die Domain stifnu.chwurde am 26.11.2025 online geschaltet.November 2025
NEWS 3 / 5Stiftungsbeiträge werden ab sofort nicht mehr auf Facebook und Instagram publiziert!(unsere Konten wurden mehrfach gehackt)Dezember 2024
NEWS 2 / 5alle Seiten der Domain stifnu.chwerden vorraus-sichtlich gegen Ende des 4. Quartal 2025 auf das neue Webseiten-Design umgestellt.Dezember 2024
Brunos Geschichte: Ein unbändiger Lebenswille gegen die GrausamkeitAls wir diesem gerade einmal vier Wochen alten Stierkälbchen das erste Mal begegneten, bot sich uns ein Bild des Jammers. Isoliert in einer Kälberbox, war der Zustand des kleinen Wesens herzzerreissend: Er konnte kaum stehen, seine Vorderläufe waren durch extrem verkürzte Sehnen massiv weggeknickt und sein gesamter gesundheitlicher Zustand war kritisch. Glücklicherweise gelang es uns, den damaligen Besitzer zu überzeugen, uns das Kälbchen zu überlassen. Ohne zu zögern, brachten wir ihn am darauffolgenden Tag, dem 26. November 2018, in das Tierspital Zürich.Das ganze Ausmass des LeidsErst im Tierspital wurde das ganze, schmerzhafte Ausmass seiner Vernachlässigung und Misshandlung sichtbar. Die Diagnose der Tierärzte war niederschmetternd:•Schwere Verletzungen durch Laienhand: An beiden Vorderläufen hatte Bruno tiefe, offene und bereits stark entzündete Wunden im Bereich der Fesselgelenke. Sie wurden durch das unsachgemässe, laienhafte Anbringen von ungepolsterten, viel zu langen Führungsschienen verursacht – ein qualvoller und rücksichtsloser Versuch, seine angeborene Sehnenver-kürzung ohne tierärztliche Hilfe zu „korrigieren“.•Lebensbedrohliche Entzündungen: Bruno litt an einem fortgeschrittenen Nabelabszess, der in die Bauchfell-decke durchzubrechen drohte.•Innere Organverlagerung: Sein Labmagen war für sein Alter viel zu gross und gefährlich verdreht. Zudem war sein geschwächter Körper von Magen-Darm-Parasiten befallen.Dass einem offensichtlich schwer kranken und verletzten Tierkind jede professionelle medizinische Hilfe verweigert wurde – vermutlich, um Tierarztkosten zu sparen und den eigenen Profit nicht zu schmälern –, zeigt die ganze Empathielosigkeit einer rein profitorientierten Industrie. Für ein solches Verhalten gibt es keinerlei Entschuldigung.Ein Monat voller Kampfgeist und TherapieFür den kleinen Bruno begann ein wochenlanger, medizinischer Marathon. In einer aufwendigen Operation am 6. Dezember 2018 wurden die infizierten Nabelstrukturen entfernt und die Wunden mit Antibiotika versorgt. Gleichzeitig mussten die Chirurgen seinen Labmagen in die richtige Position zurückbringen und dort fixieren, um sein Leben zu retten. In derselben Operation musste Bruno auch gleich kastriert werden.Die darauffolgende Therapie seiner geschundenen Beine dauerte weit über einen Monat. Seine Beugesehnen wurden mit korrekt gepolsterten Schienenverbänden und speziellen Holzplättchen an den Klauen behandelt. Seine offenen Wunden mussten täglich gereinigt, revidiert und später mittels Hydrotherapie gepflegt werden, bis sie vollständig abgeheilt waren.Bruno hat all diese Schmerzen und Behandlungen mit einer unbeschreiblichen Tapferkeit über sich ergehen lassen. Letztlich hat sein Lebenswille gesiegt: Schon während der Spitalzeit zeigte er seinen Begleitern bei den Therapiespaziergängen voller Stolz und Lebensfreude, dass er wieder schmerzfrei und aufrecht laufen und sogar springen konnte.Das süsse Leben als Apfel-LiebhaberNach dieser schweren Anfangszeit und einer darauffolgenden, rundum unbeschwerten Jugend ist Bruno heute zu einem stattlichen, überaus liebenswerten Ochsen herangewachsen. Er geniesst jeden einzelnen Tag in vollen Zügen. Seine schmerzhafte Vergangenheit merkt man dem stolzen Schweizer Ochse heute nicht mehr an – höchstens, wenn es um seine absolute Lieblingsbeschäftigung geht: Wenn irgendwo Äpfel angeboten werden, ist Bruno garantiert und ohne Ausnahme der Erste am Zaun.Bruno bringt uns täglich viel Freude. Wir sind glücklich und dankbar, dass wir diesem tapferen Kämpfer ein Leben in Würde und Sicherheit schenken durften.Unser grosser Dank gilt den Menschen, die Bruno durch ihre wertvolle Patenschaft unterstützen. Sie tragen nicht nur einen Teil seine Lebenshaltungskosten, sondern ermöglichen es unserer Stiftung auch, weiterhin wachsam zu sein und andere bedauernswerte Tiere aus der Nutztierhaltung zu retten.
Ein herzliches DankeschönDie Stiftung für Nutztiere dankt allen tierliebenden Menschen – auch im Namen von Bruno – von ganzem Herzen für ihre grossherzige und liebevolle Unterstützung.