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Stiftung für Nutztiere Hauptseestrasse 115 6315 Morgarten / ZG
NEWS 1 / 5 Ein neues und benutzerfreundliches Webseiten-Design für die Domain stifnu-tiere.ch wurde heute, 29.12.2024 online geschaltet. Dezember 2024
NEWS 5 / 5 Die Stiftung übernimmt per 1.12.2025 14 Skudde Schafe aus privater Haltung. November 2025
NEWS 4 / 5 Das neue und benutzerfreundliche Webseiten-Design für die Domain stifnu.ch wurde am 26.11.2025 online geschaltet. November 2025
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HAPPY  MUHDAY

Biografie:

AIYANA

Freigekauft: 15.06.2015

Eintritt Tierspital ZH: 28.12.2018 - 01.02.2019

Zuhause:

geb. 12.11.2006

Art: Jersey

Mama von:

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ADRESSE
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KONTAKT
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Ein herzliches Dankeschön Die Stiftung für Nutztiere dankt allen tierliebenden Menschen – auch im Namen von Aiyana – von ganzem Herzen für ihre grossherzige und liebevolle Unterstützung.

Für Ihre wertvolle Hilfe und

Verbundenheit danken wir Ihnen

herzlichst – auch im Namen aller Tiere,

die durch Sie bereits in Sicherheit sind.

Um Aiyanas Lebens-

abend und die

Betreuung ihrer

Herdengefährten

dauerhaft zu sichern,

freuen wir uns über jede

weitere Teilpatenschaft.

Mit Ihrem monatlichen Bei-

trag schenken Sie nicht nur Aiyana ein

sicheres Zuhause, sondern helfen uns auch

aktiv dabei, weitere Tiere aus der Nutztier-

haltung freizukaufen und ihnen ein Leben

in Würde zu ermöglichen.

Patenschaftsmodelle Tierpatenschaften

Verdankung:

Familie Susi & Thury Hitz-Stucki

- Vollpatenschaft

Aiyana – eine Geschichte von unendlicher Stärke und leisem Schmerz Aiyana ist eine zierliche Kuh, doch in ihrer Seele trägt sie die Kraft einer Löwin. Wenn wir sie heute ansehen, sehen wir nicht nur ein gerettetes Tier – wir sehen eine Persönlichkeit, die durch die tiefsten Täler des Leids gegangen ist. Ihre Geschichte ist schonungslos, schmerzhaft und doch voller Liebe. Das dunkle Vorleben und die Rettung in letzter Sekunde Am 15. Juni 2015 wendete sich Aiyanas Schicksal. Wir fanden sie hochträchtig in einem trostlosen, kalten Anbindestall in Kindlisbach (Kt. Bern). Ihr damaliger Besitzer hatte ein kurzes, grausames Urteil über sie gefällt: Sobald sie ihr Kalb auf die Welt gebracht hätte, sollte sie zum Schlachter geführt werden. Ihr Neugeborenes wäre gewinnbringend weiterverkauft worden – ein ewiger, herzloser Kreislauf der Nutztierhaltung, den Aiyana bis dahin bereits sechsmal durchleiden musste. Sechs Kinder wurden ihr in ihrem Leben bereits entrissen. Doch dieses Mal war alles anders. Wir kauften Aiyana zusammen mit drei weiteren Mutterkühen frei – darunter ihre unmittelbare Leidensgenossin und Kettennachbarin Bella. Dank des Vereins Villa-Kuhnterbunt im Basel-Land fanden wir für sie alle einen sicheren Zufluchtsort. Doch das Trauma der Vergangenheit sass tief bei Aiyana. Nur gut eine Woche später, am 23. Juni 2015, brachte sie ihr Kuhkälbchen auf die Welt, dem wir später den Namen Amali (Hoffnung) gaben. Da bedauerlicherweise ausgerechnet bei der Geburt kein Betreuer im Stall war, hatte niemand das freudige Ereignis bemerkt – und auch nicht, dass Aiyana zusätzlich eine Totgeburt hatte. Erst als der Betreuer wieder nach ihr sah, bemerkte er eine auffällige Unruhe in ihr; sie verhielt sich sehr eigenartig. Schliesslich entdeckte er ein völlig mit Stroh zugedecktes Kälbchen und wenig später auch den toten Zwilling. Aiyana hatte instinktiv gehandelt: Mit diesem Verhalten wollte sie ihr Neugeborenes ganz sicher vor den Menschen schützen, die ihr bisher all ihre Kinder wegge- nommen hatten, und versteckte es behutsam im Stroh. Auch in der ersten Zeit in ihrer Krankenbox stellte sie sich jedes Mal panisch und schützend vor ihr Kind, sobald wir den Raum betraten. Die Angst, dass man ihr auch ihr siebtes Kind rauben würde, war ihr tief eingebrannt. Zwischen Leben und Tod Das junge Familienglück war von Anfang an von einer Tragödie überschattet. Der herbeigerufene Tierarzt stellte fest, dass der Zwillingsfötus bereits im vierten oder fünften Trächtigkeitsmonat im Mutterleib abgestorben war. Das bedeutete: Aiyana und die kleine Amali waren monatelang einer schleichenden, lebensgefährlichen bakteriellen Vergiftung ausgesetzt gewesen, was Abstriche und Bluttests kurz darauf auch bestätigten. Mutter und Kind standen dem Tod näher als dem Leben. Tagelang kämpften wir mit Intensivmedizin, Breitbandanti- biotika, Entzündungshemmern sowie Infusionen mit Elektrolyten und kreislaufstabilisierenden Medikamenten um ihr Überleben. Zudem war Aiyanas Euter so prall und riesig, dass es fast den Boden berührte. Die geschwächte Amali hatte keine Chance, an den tiefen Zitzen zu saugen. Aiyana musste deshalb in den ersten Wochen regelmässig von Hand gemolken werden, um auch die in den ersten Tagen so lebenswichtige Kolostralmilch (Biestmilch) für Amali sicherzustellen. Über viele Tage hinweg ernährten wir das Kälbchen mit Aiyanas Milch mittels eines Nuckelschoppens. Lese-Tipp:  Aiyana und Amali – eine Geschichte mit glücklichem Ausgange Mit unendlicher Geduld und Aiyanas stoischer, vertrauensvoller Ruhe schafften sie das Wunder: Nach Tagen der Ungewissheit besserte sich der Zustand von beiden allmählich. Amali lernte schliesslich, selbstständig bei ihrer Mama zu trinken. Von diesem Moment an waren die beiden unzertrennlich. Egal ob beim Umzug auf den Hof Wolfsloch oder später auf die Farnsburg – wo Aiyana war, waren auch ihre Amali und ihre treue Freundin Bella. Der schwerste Verlust Im Dezember 2018 zog das Mutter- Tochter-Gespann auf unseren Pensionshof nach St. Gallen um. Doch der Weg führte uns zuerst ins Tierspital Zürich, da sich der gesundheitliche Zustand beider Tiere erneut verschlechtert hatte. Während bei Aiyana unter anderem ein schwerer Klauenabszess unter Lokalanästhesie ausgefräst werden musste, traf uns bei Amali die Schockdiagnose wie ein Schlag: Fettgewebsnekrose an den lebenswichtigen inneren Organen. Unheilbar. Die Ärzte gaben ihr keine Überlebenschance. Wir holten beide am 1. Februar 2019 heim in unseren Pensionsstall nach St. Gallen, wo sie gemeinsam die Zeit, die Amali noch blieb, verbringen durften. Am 11. März 2019 mussten wir Amali nach langer Krankheit schweren Herzens gehen lassen. Im Beisein von Mama Aiyana und gebettet auf frischem Stroh schloss sie ihre Augen für immer. Wir spürten und sahen ganz deutlich, dass in diesem Moment für Aiyana eine Welt zusammenbrach – eine Welt, die sich bis dahin nur um Amali gedreht hatte. Seit diesem Tag ist Aiyana nicht mehr dieselbe. Der Verlust hat eine tiefe Wunde in ihrer Seele hinterlassen. Oft steht sie teilnahmslos und allein auf der Weide oder im Stall, gefangen in ihrer Trauer. Wir versuchen alles, um ihr Lebensfreude zu schenken, geben ihr mehr Aufmerksamkeit als allen anderen Tieren – doch wir wissen, dass nur die Zeit diese tiefen Narben verblassen lassen kann. Ein Abschied und der Blick nach vorn Als wäre das nicht genug Leid für ein einziges Leben, musste Aiyana am 15. November 2022 auch noch von ihrer treuen Wegbegleiterin Bella Abschied nehmen. Bella, die wir damals gemeinsam aus demselben schrecklichen Anbindestall gerettet hatten, musste wegen schwerer Gelenkarthrose erlöst werden. Aiyana wich in Bellas letzten zwei Lebensstunden nicht von ihrer Seite im Stall. Nachdem Bella für immer eingeschlafen war, verabschiedete sich Aiyana ein weiteres Mal von einer geliebten Leidensgenossin, mit der sie so lange Zeit die schrecklichen Leiden und Grausamkeiten der Vergangenheit geteilt hatte. Aiyana hat unvorstellbares Leid gesehen und am eigenen Leib erfahren. Die körperlichen Qualen der Vergiftung, die Ausbeutung in der Nutztierhaltung und der Verlust ihrer geliebten Amali sowie später auch von Bella haben tiefe, schmerzhafte Spuren hinterlassen. Und doch gibt sie nicht auf. Sie ist eine stolze, eigenständige Persönlichkeit geblieben. Im November 2026 wird Aiyana stolze 20 Jahre alt. Unser Versprechen an sie bleibt seit dem Tag ihrer Rettung im Jahr 2015 unumstösslich, dass sie ihren Ruhestand genau so leben darf, wie sie es möchte. Wir beschützen sie, schenken ihr den nötigen Raum für ihre Trauer und hoffen von Herzen, dass sie wieder vermehrt Anschluss und Trost in der Herde findet. Ein unendlich grosses Dankeschön gilt ihrer Patenfamilie, Susi und Thury. Mit eurer wertvollen Patenschaft tragt ihr massgeblich dazu bei, dass diese aussergewöhnliche, tiefgründige Kuhseele nun endlich das behütete, sichere und unbeschwerte Leben führen darf, das sie schon immer verdient hat.
Stiftung für Nutztiere

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